Stadt Land Kunst
Shakespeares Schottland / Toulouse / Schweiz46 Min.
Linda Lorin lädt auf eine Reise an vier besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Shakespeares grausamer schottischer König/ Toulouse: Gold in der Stimme/ Kanada: Carolyns Lachs mit Ahornsirup/ Schweiz: Rettung von Wilderern
(1): Shakespeares grausamer schottischer König
Schon den Namen ʺMacbethʺ auszusprechen, soll Unglück verheißen, sein Klang besitze unheilvolle Kräfte. Das um 1606 entstandene Theaterstück ist das einzige, das William Shakespeare in Schottland spielen lässt. Es ist wahrscheinlich auch ein Ausdruck der Liebe der Schotten zum Phantastischen und Übernatürlichen. Die Tragödie über den Machthunger eines schottischen Adligen, der für die Thronbesteigung zu allem bereit ist, basiert auf der Geschichte eines lokalen Königs, der tatsächlich existiert hat, doch Macbeth wird bei Shakespeare zu einem hinterlistigen und grausamen Mörder.
(2): Toulouse: Gold in der Stimme
Seit über 800 Jahren klingen in den Straßen von Toulouse kräftige Stimmen. Sie singen, skandieren, sprechen und haben sich im Laufe der Jahrhunderte mal überlagert, mal angeschrien und mal vermischt. Der Straßengesang in Toulouse ist eine volkstümliche Tradition, die auch Protest ausdrückt. Er hält die okzitanische Sprache am Leben, die manch einer zum Verstummen bringen wollte. Troubadoure aus Aquitanien ließen sich ab dem 11. Jahrhundert in Okzitanien, und insbesondere in der Region um Toulouse, nieder. In einer Zeit, in der die Schrift noch wenig verbreitet war, erfreuten sich mündliche Überlieferung und Gesang großer Beliebtheit.
(3): Kanada: Carolyns Lachs mit Ahornsirup
In der Stadt Hamilton kombiniert Carolyn Lachs und Ahornsirup zu einem typisch kanadischen Gericht: Zunächst mariniert sie den Lachs in einer Mischung aus Sojasoße, Ahornsirup, Knoblauch, Zitronensaft und einer Messerspitze Ingwer, bevor sie ihn in der Pfanne anbrät. Dazu serviert sie Kürbispüree – ein Gemüse, das von den Ureinwohnern der Region schon seit Tausenden Jahren angebaut wird.
(4): Schweiz: Rettung von Wilderern
Im 19. Jahrhundert war der Alpensteinbock in der Schweiz komplett ausgestorben. Nur im Jagdrevier des italienischen Königs Viktor Emanuel II. lebten noch einige hundert Tiere, doch der Monarch weigerte sich, sie aus der Hand zu geben. Um das Überleben des Alpensteinbocks sicherzustellen, organisierte der Hotelier und Tierfreund Robert Mader schließlich eine Entführung ...
Schon den Namen ʺMacbethʺ auszusprechen, soll Unglück verheißen, sein Klang besitze unheilvolle Kräfte. Das um 1606 entstandene Theaterstück ist das einzige, das William Shakespeare in Schottland spielen lässt. Es ist wahrscheinlich auch ein Ausdruck der Liebe der Schotten zum Phantastischen und Übernatürlichen. Die Tragödie über den Machthunger eines schottischen Adligen, der für die Thronbesteigung zu allem bereit ist, basiert auf der Geschichte eines lokalen Königs, der tatsächlich existiert hat, doch Macbeth wird bei Shakespeare zu einem hinterlistigen und grausamen Mörder.
(2): Toulouse: Gold in der Stimme
Seit über 800 Jahren klingen in den Straßen von Toulouse kräftige Stimmen. Sie singen, skandieren, sprechen und haben sich im Laufe der Jahrhunderte mal überlagert, mal angeschrien und mal vermischt. Der Straßengesang in Toulouse ist eine volkstümliche Tradition, die auch Protest ausdrückt. Er hält die okzitanische Sprache am Leben, die manch einer zum Verstummen bringen wollte. Troubadoure aus Aquitanien ließen sich ab dem 11. Jahrhundert in Okzitanien, und insbesondere in der Region um Toulouse, nieder. In einer Zeit, in der die Schrift noch wenig verbreitet war, erfreuten sich mündliche Überlieferung und Gesang großer Beliebtheit.
(3): Kanada: Carolyns Lachs mit Ahornsirup
In der Stadt Hamilton kombiniert Carolyn Lachs und Ahornsirup zu einem typisch kanadischen Gericht: Zunächst mariniert sie den Lachs in einer Mischung aus Sojasoße, Ahornsirup, Knoblauch, Zitronensaft und einer Messerspitze Ingwer, bevor sie ihn in der Pfanne anbrät. Dazu serviert sie Kürbispüree – ein Gemüse, das von den Ureinwohnern der Region schon seit Tausenden Jahren angebaut wird.
(4): Schweiz: Rettung von Wilderern
Im 19. Jahrhundert war der Alpensteinbock in der Schweiz komplett ausgestorben. Nur im Jagdrevier des italienischen Königs Viktor Emanuel II. lebten noch einige hundert Tiere, doch der Monarch weigerte sich, sie aus der Hand zu geben. Um das Überleben des Alpensteinbocks sicherzustellen, organisierte der Hotelier und Tierfreund Robert Mader schließlich eine Entführung ...
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