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Mali: Die Hoffnung liegt in ihren Händen
Arte Reportage26 Min.
Verfügbar bis zum 27/02/2083
Den Islamisten und ihrem Terror entkam sie im letzten Moment im April 2012: Oumon Sall Seck wäre als Bürgermeisterin ihres Städtchens Goundam sofort von ihnen verhaftet und wohl getötet worden. Ein gutes Jahr später ist sie zu ersten Mal wieder in ihre Heimat zurückgekehrt, aus dem Exil in Paris, begleitet von unseren Reporterinnen.
Goundam ist eine Stadt nahe Timbuktu, in ihren neun Jahren als Bürgermeisterin hat Oumon Sall Seck sich mit aller Kraft bemüht, ihre Stadt zu einem Modell in Mali zu entwickeln: Mit Gesundheitszentren und Schulen für alle, einer Stärkung von Bildung und Rechten vor allem auch für die Frauen, einer Kampagne gegen die Beschneidung und vielem mehr – es war schon eine Überraschung für die ganze Region, dass sie sich als erste Frau bei den Bürgermeister-Wahlen durchgesetzt hatte und dann auch noch so viele Reformen in Angriff nahm. Vor acht Jahren waren unsere beiden Reporterinnen zum ersten Mal in Goundam, um ein Porträt der Bürgermeisterin und ihrer Stadt zu drehen. 2009 wurde Oumon Sall Seck dann für eine zweite Amtszeit wiedergewählt.
Der Einmarsch der Islamisten im April 2012 hat alle diese Reformerfolge vernichtet. Die Islamisten plünderten alle öffentlichen Gebäude, setzten die Scharia als einzig gültige Rechtsnorm ein und terrorisierten die Menschen in der Stadt. Die französischen Soldaten drängten sie dann in vielen Kämpfen zurück in den Norden des Landes – deshalb fand Oumon Sall Seck wieder den Mut, in ihre Heimat zurückzukehren.
Unsere beiden Reporterinnen begleiteten sie auf ihrer Reise nachhause und sahen, wie sehr die Menschen in Goundam gelitten haben und wie sehr sie hoffen, dass es bald wieder aufwärts geht mit ihrer Stadt – obwohl die Lage noch immer nicht stabil ist in Mali. Alle warten und hoffen jetzt auf die Präsidentschaftswahlen am 28. Juli.
Regie
Nathalie Georges
Kamera
Elsa Kleinschmager
Schnitt
Hélène Giumelly
Land
Frankreich
Jahr
2013
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