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Emil Ciorans Rumänien / Senegal / Marseille46 Min.
Verfügbar bis zum 27/06/2026
Sendung vom 08/10/2024
In Rumänien brachten die finsteren Karpaten einen der größten Denker des 20. Jahrhunderts hervor: den Philosophen Emil Michel Cioran (1911-1995), dessen Weltsicht von Desillusion und Pessimismus geprägt war. Cioran betrachtete nicht den Tod, sondern das Leben als existenzielle Tragödie. Seine Aphorismen sind eine Abrechnung mit den Nöten des Menschseins. „Dasein als Versuchung“, „Syllogismen der Bitterkeit“ oder „Vom Nachteil, geboren zu sein“ lauten die poetischen Titel einiger seiner Werke, die von Ciorans Sarkasmus und Nihilismus, aber auch von einem gewissen Sinn für Humor zeugen.
(2): Senegal: Nationalsport Ringen
Im Senegal wurden bereits im Mittelalter Krieger durch Ringen auf den Kampf vorbereitet. Bis heute ist der Kraftsport, der für Werte wie Mut, Respekt und Gehorsam steht, im ganzen Land verbreitet. Ziel ist es, den Gegner zu Boden zu zwingen, wobei nicht nur Körpereinsatz, sondern auch glückbringende Rituale eine Rolle spielen. In den 1920er Jahren verhalf ein Angehöriger der französischen Kolonialmacht, Maurice Jacquin, dem sogenannten senegalesischen Wrestling zu kommerzieller Bedeutung. Seit der Unabhängigkeit ist der Sport vor allem für die senegalesische Jugend aus sozial schwachen Milieus ein Mittel zum gesellschaftlichen Aufstieg.
(3): Guatemala: Beatriz‘ Bananenbeignets
In Guatemala kauft Beatriz bei ihrer Freundin Jacqueline Kochbananen ein, die sie für ihre leckeren Rellenitos de Plátano – Bananenkrapfen – braucht. Beatriz zerkleinert schwarze Bohnen im Mixer und fügt etwas Wasser hinzu, um die Paste geschmeidiger zu machen. Mit Schokolade und Zucker wird daraus ein köstliches Dessert.
(4): Marseille: Der Marquis de Sade sorgt für Aufsehen
Im Jahr 1772 treffen der Marquis de Sade (1740-1814) und sein Diener Latour in Marseille ein, wo der spätere Schriftsteller seine erotischen Fantasien ausleben wird. Doch als kleine bunte Pillen ins Spiel kommen, geht die Sache anders aus als geplant …
Regie
Fabrice Michelin
Land
Frankreich
Jahr
2024
Herkunft
ARTE F
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