Étretat forever
Biografie eines Sehnsuchtsorts53 Min.
Verfügbar bis zum 14/09/2026
TV-Ausstrahlung am Sonntag, 12. April um 16:45
Durch Claude Monet wurden die steil aufragenden Felstore von Étretat weltberühmt. An dem von Künstlern seit dem 19. Jahrhundert gepflegten Mythos droht der zauberhafte 1.000-Seelen-Ort Étretat heute fast zu ersticken, denn nun sind es über eine Million Touristen jährlich, die die Strandpromenade bevölkern, auf die bröckelnden Klippen kraxeln, um ihre Selfie-Videos zu machen.
Der kleine Ort Étretat in der Normandie ist eine Ikone der französischen Küstenlandschaft, die Maler und Schriftsteller schon im 19. Jahrhundert faszinierte und die heute unter dem Übertourismus leidet. Die Natur hat hier ein Amphitheater gestaltet, mit schützenden Seitenwänden und Zier-Säulen aus Felsen und dem Kiesel-Strand als Bühne; die Logenplätze auf der Anhöhe sind von herrschaftlichen Villen besetzt, unten liegen die schlichteren Häuser des Fischerviertels. Nur etwa tausend Einwohner gibt es, aber ein Dutzendfaches an Tagestouristen – über eine Million Gäste jedes Jahr. Einige kraxeln auf die teils gesperrten Klippen, um Fotos aus der gleichen Perspektive zu schießen, wie einst Claude Monet das Felsentor malte.
In den Erzählungen von Guy de Maupassant werden umtoste Klippen zur düsteren Seelenlandschaft, in Verfilmungen der Coups des Meisterdiebs Arsène-Lupin wird Étretat ein Ort der Geheimnisse und der Schatzsuche. Das Nebeneinander schöpferischer und bedrohlicher Naturkräfte, die Bündelung unterschiedlicher Sehnsüchte und untergründiger Ängste – all das ist hier gebündelt auf engem Raum.
Die in weichem Gestein eingeschlossenen Silex-Feuersteine der Mauern, die zu Hütten umgebauten Schiffs-Rümpfe, orientalistische Formen an Mauern – der Architekt Raphaël Renard erklärt, was diesen Ort so besonders macht. Für seinen Sohn Ramsès und Clara, die eine Wassersportschule betreiben, wird der Feierabend erst wieder schön, wenn der große Touristenansturm vorüber ist und man, ohne umgerannt zu werden, über die Uferpromenade spazieren und den Blick aufs Meer genießen kann.
In den Erzählungen von Guy de Maupassant werden umtoste Klippen zur düsteren Seelenlandschaft, in Verfilmungen der Coups des Meisterdiebs Arsène-Lupin wird Étretat ein Ort der Geheimnisse und der Schatzsuche. Das Nebeneinander schöpferischer und bedrohlicher Naturkräfte, die Bündelung unterschiedlicher Sehnsüchte und untergründiger Ängste – all das ist hier gebündelt auf engem Raum.
Die in weichem Gestein eingeschlossenen Silex-Feuersteine der Mauern, die zu Hütten umgebauten Schiffs-Rümpfe, orientalistische Formen an Mauern – der Architekt Raphaël Renard erklärt, was diesen Ort so besonders macht. Für seinen Sohn Ramsès und Clara, die eine Wassersportschule betreiben, wird der Feierabend erst wieder schön, wenn der große Touristenansturm vorüber ist und man, ohne umgerannt zu werden, über die Uferpromenade spazieren und den Blick aufs Meer genießen kann.
Regie
Stefanie Appel
Land
Deutschland
Jahr
2025
Herkunft
HR
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