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Die Kunst der Leichtigkeit
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Gemeinsam statt einsam30 Min.
Verfügbar bis zum 21/06/2026
Sendung vom 22/06/2025
Vier Kunstschaffende, vier Ansätze, ein Ziel: In Zeiten von Einsamkeit, Misstrauen und Spaltung suchen sie Räume für Gemeinschaft. Ob mit einer geheimnisvollen Maschine, die sprichwörtlich "aus Scheiße Gold macht", Songs aus Lebensgeschichten, gigantischen Riesen mitten in Städten oder Nachbarschaftsradio – "Twist" zeigt wie Kunst die Menschen bewegen und zusammenbringen kann.
Europa hat nichts zu lachen. Zwischen wachsender Ungleichheit, gesellschaftlicher Spaltung, Populismus und Rückzug breiten sich Misstrauen, Isolation und Zukunftsangst aus. Viele fühlen sich allein, selbst inmitten der Anderen. Doch wie lässt sich dem etwas entgegensetzen?
Diese „Twist“-Folge zeigt künstlerische Projekte, in denen nicht das Werk im Mittelpunkt steht, sondern das, was auf dem Weg dorthin entsteht: Begegnungen unter Fremden, gemeinsames Tun. Kunst wird zum Raum für Verbindung – und das Ergebnis spektakulär.
Ein Blick geht nach Chemnitz: Eine Stadt, lange von Negativschlagzeilen begleitet, die als Europas Kulturhauptstadt 2025 unter dem Motto C the unseen neue Perspektiven sucht – auch auf sich selbst. Zum Beispiel in einer Autowerkstatt, wo die französische Künstlerin Cosima Terrasse mit einem bunt gemischten Team das „Fischelant“ baut: eine geheimnisvolle Maschine, die in einer der 30.000 Chemnitzer Garagen sprichwörtlich „Aus Scheiße Gold macht“, aber eigentlich vor allem Menschen zusammenbringt, die sich vorher nicht kannten. Oder bei Tanja Krone, die aus Gesprächen mit Chemnitzerinnen und Chemnitzer Songs komponiert, die dann zurück auf die Straße getragen werden.
In Saint-Étienne besucht „Twist“ das französische Künstlerpaar Ella & Pitr, das, mit Hilfe der Anwohner, in ganz Europa gigantische schlafende Riesen in die Landschaft zaubert. Außerdem zeigt die Tschechin Kateřina Šedá in einem Züricher Neubauviertel, wie sie mit einem mobilen Radioprojekt neue und alte Nachbarn miteinander ins Gespräch bringt.
Vier Ansätze, vier Perspektiven, eine gemeinsame Richtung: das Ungesehene sehen, etwas Ungeahntes wagen, mit zunächst unbekannten Menschen. Kunst als Möglichkeit für ein neues Miteinander!
Redaktion
Anika Mellin
Land
Deutschland
Jahr
2025
Herkunft
MDR
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