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Konfliktzone - Globale Krisen kurz erklärt
Transnistrien: Pulverfass im Osten Europas27 Min.
Verfügbar bis zum 30/04/2030
TV-Ausstrahlung am Samstag, 18. April um 19:40
Transnistrien ist ein abtrünniger Landesteil der Republik Moldau, an der Grenze zur Ukraine – faktisch ein Staat im Staat, politisch und wirtschaftlich eng mit Russland verbunden. Die Region lebte jahrelang von Putins kostenlosem Gas, exportiert aber hauptsächlich in die EU. Seit 2025 steckt Transnistrien in einer Energiekrise – und wird zum geopolitischen Spielball.
Transnistrien hat sich 1992 einseitig von der Republik Moldau abgespalten, ist faktisch jedoch ein Staat im Staat – mit eigener Flagge, eigener Währung und eigener Regierung. Die selbsternannte Republik ist international nicht anerkannt, aber seit Jahrzehnten politisch, wirtschaftlich und militärisch eng mit Russland verflochten. Rund 1.500 russische Soldaten sind dauerhaft in der Region stationiert. Im Frühjahr 2022 kommt es zu Explosionen und Angriffen auf Behördengebäude – kurz nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine. Ein Zufall?
Der sogenannte eingefrorene Konflikt zwischen Transnistrien und der Republik Moldau birgt erhebliches Eskalationspotenzial. Während die Regierung in Chisinau einen pro-europäischen Kurs verfolgt, halten viele Menschen in Transnistrien an Russland fest, trotz tiefer Armut im Land.
Die Wirtschaft der Region wird von einem mächtigen Oligarchen-Netzwerk dominiert. Kritiker sprechen von einem System gegenseitiger Absicherung zwischen Wirtschaft, Politik und pro-russischen Machtstrukturen. Bis Anfang 2025 beruhte Transnistriens Ökonomie auf kostenlosem Gas aus Russland – obwohl rund 80 Prozent der Exporte in die EU fließen. Ein paradoxes Konstrukt. Die Energiekrise nach dem Gas-Stopp hat die Spannungen in der Region verschärft. Spätestens seit Moldau seit Juni 2022 den Status eines EU-Beitrittskandidaten erhalten hat, rückt die lange vergessene Region wieder ins Zentrum geopolitischer Machtspiele.
Während Oligarchen und prorussische Akteure auf Destabilisierung setzen, wächst der Druck auf die moldauische Regierung – und auf Europa, eindeutig Stellung zu beziehen.
Der sogenannte eingefrorene Konflikt zwischen Transnistrien und der Republik Moldau birgt erhebliches Eskalationspotenzial. Während die Regierung in Chisinau einen pro-europäischen Kurs verfolgt, halten viele Menschen in Transnistrien an Russland fest, trotz tiefer Armut im Land.
Die Wirtschaft der Region wird von einem mächtigen Oligarchen-Netzwerk dominiert. Kritiker sprechen von einem System gegenseitiger Absicherung zwischen Wirtschaft, Politik und pro-russischen Machtstrukturen. Bis Anfang 2025 beruhte Transnistriens Ökonomie auf kostenlosem Gas aus Russland – obwohl rund 80 Prozent der Exporte in die EU fließen. Ein paradoxes Konstrukt. Die Energiekrise nach dem Gas-Stopp hat die Spannungen in der Region verschärft. Spätestens seit Moldau seit Juni 2022 den Status eines EU-Beitrittskandidaten erhalten hat, rückt die lange vergessene Region wieder ins Zentrum geopolitischer Machtspiele.
Während Oligarchen und prorussische Akteure auf Destabilisierung setzen, wächst der Druck auf die moldauische Regierung – und auf Europa, eindeutig Stellung zu beziehen.
Regie
Martin Koddenberg
Lina Schuller
Land
Deutschland
Jahr
2025
Herkunft
ZDF
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