Dänemark: Regierung im Kampf gegen "Ghettos"
3 Min.
Verfügbar bis zum 03/07/2026
Während ihrer sechsmonatigen EU-Ratspräsidentschaft will die dänische Regierung einen Schwerpunkt auf die effektivere Steuerung der Migration nach Europa legen. Innerhalb der EU gilt das Land als eines der restriktivsten in Sachen Einwanderung. Das erklärte Ziel der Regierung der sozialdemokratischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen lautet: null Asylbewerber. Und auch in Sachen Integration greift die Regierung hart durch.
Ein Beispiel dafür ist das "Gesetz gegen Parallelgesellschaften". Jedes Jahr veröffentlicht die Regierung eine sogenannte "Ghetto-Liste" mit Vierteln, die als Brennpunkte gelten, sobald über die Hälfte der Bewohner:innen eine "nicht-westliche" Migrationsgeschichte hat, das Bildungsniveau und das Durchschnittseinkommen niedrig sind und die Arbeitslosigkeit und Kriminalität hoch sind. Doch viele Bewohner:innen fühlen sich diskriminiert und stigmatisiert – und haben deshalb Klage vor dem EuGH eingereicht. Das Viertel Gellerupparken rund 5 Kilometer westlich von Aarhus ist ein Beispiel.
Kamera
Andreas Schaal
Schnitt
Benoît Monange
Journalist
Johanna Siegel
Fixer
Anne-Laura Hedegaard
Land
Frankreich
Deutschland
Jahr
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