Iran: Nicht mehr schweigen
24 Min.
Verfügbar bis zum 27/01/2029
Sendung vom 30/01/2026
Seit Ende 2025 erheben sich die Iraner wieder gegen die Herrschaft der Mullahs, mit einer ungeheuren Wut, im Teheraner Basar, auf den Straßen, in den Universitäten. Nach tagelangen Massenprotesten reagieren die Machthaber mit Massenverhaftungen, Verschwindenlassen, Schnellgerichten: Die Iranerinnen und Iraner sollen schweigen.
Die Behörden verhängten die längste Internetsperre der Geschichte. Filmaufnahmen aus dem Iran sind unmöglich. Kein westliches Filmteam darf einreisen. Sie schließen die Grenzen, der Iran verschwindet von den Bildschirmen. Doch im Verborgenen gehen Iranerinnen und Iraner jedes Risiko ein, um Zeugnis abzulegen. Versteckte Telefone, heimliche Verbindungen, verschlüsselte Nachrichten: Trotz der Überwachung und der ständigen Bedrohung beschließen sie, selbst zu erzählen, was sie erleben.
Diese Reportage entstand aus ihren Stimmen. Stimmen ohne Vermittler, ohne Kommentar von außen. Studenten, Mütter, Arbeiter, Künstler, anonyme Aktivisten: Sie sprechen in der ersten Person. Sie berichten von den Demonstrationen, von der Angst vor nächtlichen Razzien, vom Gefängnis, von der Folter. Sie erzählen auch von der großen Hoffnung, die sie auf die Straße trieb, von der Solidarität, dem flüchtigen Gefühl einer möglichen Wende.
Doch je mehr Tage vergehen, desto mehr Zweifel und Enttäuschungen kommen auf. Die Repression erstickt sie, die Isolation ist deprimierend, die Zukunft verschwimmt wieder einmal. Was bleibt, wenn die Straße leer ist, wenn die Netzwerke unterbrochen sind, wenn die Welt wegzuschauen scheint? Die Zeugenaussagen zeigen ein Volk, das trotz aller Angst weiterspricht, das Licht bringen will ins Dunkel.
Regie
Marine Courtade
Autor:in
Marine Courtade
Produktion
TOGETHER MEDIA
Produzent/-in
Nathalie Darrigard
Land
Frankreich
Jahr
2026
Iran: Blutige Repression
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