Pestizide: Verbot in der EU, Export ins Ausland
Nachhaltiger Weinanbau in der Schweiz
Pestizide: Europas zynischer Giftexport
- Nächstes Video
Vereinigtes Königreich: Schmutziges Wasser, hohe Rechnungen
Re: Landwirtschaft ohne Pestizide
Roots
Biodiversität: Vielfalt schmeckt, Vielfalt schützt
Re: Äpfel ohne Pestizide
Alte Sorten, neuer Anbau
Pestizide: Europas zynischer Giftexport
82 Min.
Verfügbar bis zum 04/04/2027
Der investigative Film spürt Pestiziden nach, die in Europa verboten sind und in Länder exportiert werden, in denen ihr Einsatz erlaubt ist – vor allem nach Brasilien. Von hier aus werden die Rückstände der Gifte in Orangen, Kaffee und Soja zurück nach Europa geschickt. Die Folgen dieser EU-Doppelstandards könnten sich durch das EU-Mercosur-Abkommen künftig noch verschärfen.
Der Dokumentarfilm geht einem wenig beleuchteten Wirtschaftskreislauf auf den Grund: Deutschland, das sich zunehmend gegen Umweltgifte sperrt, ist noch immer der wichtigste Importeur von brasilianischem Kaffee voller Pestizidrückstände. In ganz Europa trinken die Menschen Orangensaft, der aus stark belasteten Früchten aus Brasilien gewonnen wird. Und diejenigen, die in Südamerika die Gifte ausbringen, müssen mit ihrer Gesundheit teuer dafür bezahlen.
Die europäischen Staatschefs kritisieren Brasilien nur allzu gerne ob der Brände im Amazonasgebiet – schauen aber wohlweislich weg, wenn ihre eigenen Chemiekonzerne dort gute Geschäfte machen.
Mehr als die Hälfte aller Pestizide, die vor kurzem auf den brasilianischen Markt kamen, sind in der EU aufgrund ihrer Gefährlichkeit für Gesundheit und Umwelt verboten. Die in Europa hergestellten und zugleich verbotenen Produkte finden auf der Südhalbkugel dankbare Abnehmer. Laut der Schweizer NGO Public Eye erzielen die europäischen Herstellerfirmen durch diese extrem schädlichen Pflanzengifte, die an Entwicklungs- und Schwellenländer verkauft werden, beinahe die Hälfte ihres Gesamtumsatzes.
Der Dokumentarfilm zeigt, dass sich die europäische Politik kaum mit diesem Thema befasst. An den Grenzen wird kaum kontrolliert, die Gesetzgebung nimmt chemische Rückstände in Lebensmitteln in Kauf und die wirtschaftlichen Akteure sind vor allem bemüht, ihren eigenen Status quo beizubehalten.
Die Folgen dieser EU-Doppelstandards könnten sich durch das EU-Mercosur-Abkommen, das von Kritikern als Angriff auf Klima, Menschenrechte und demokratische Kontrolle bewertet wird, künftig noch verschärfen.
Die europäischen Staatschefs kritisieren Brasilien nur allzu gerne ob der Brände im Amazonasgebiet – schauen aber wohlweislich weg, wenn ihre eigenen Chemiekonzerne dort gute Geschäfte machen.
Mehr als die Hälfte aller Pestizide, die vor kurzem auf den brasilianischen Markt kamen, sind in der EU aufgrund ihrer Gefährlichkeit für Gesundheit und Umwelt verboten. Die in Europa hergestellten und zugleich verbotenen Produkte finden auf der Südhalbkugel dankbare Abnehmer. Laut der Schweizer NGO Public Eye erzielen die europäischen Herstellerfirmen durch diese extrem schädlichen Pflanzengifte, die an Entwicklungs- und Schwellenländer verkauft werden, beinahe die Hälfte ihres Gesamtumsatzes.
Der Dokumentarfilm zeigt, dass sich die europäische Politik kaum mit diesem Thema befasst. An den Grenzen wird kaum kontrolliert, die Gesetzgebung nimmt chemische Rückstände in Lebensmitteln in Kauf und die wirtschaftlichen Akteure sind vor allem bemüht, ihren eigenen Status quo beizubehalten.
Die Folgen dieser EU-Doppelstandards könnten sich durch das EU-Mercosur-Abkommen, das von Kritikern als Angriff auf Klima, Menschenrechte und demokratische Kontrolle bewertet wird, künftig noch verschärfen.
Regie
Stenka Quillet
Land
Frankreich
Brasilien
Jahr
2022
Herkunft
ARTE
Auch interessant für Sie
Kinderschänder im Visier
Kanada: Leben mit Bären
ARTE Reportage
Twist
Reiz des Extremen
Mit offenen Daten
Homophobie in Afrika: ein Einfluss aus Amerika?
Virtuelle Freunde, reale Gefahren: Die neuen KI-Begleiter der Teenager
Roots
Biodiversität: Vielfalt schmeckt, Vielfalt schützt
Re: Land am Limit, wie der Staat die Kommunen verliert
Fixer: An der Front
Libanon: Charbel Chérif
Indien: Leben über 50 Grad
Mehr entdecken
Die meistgesehenen Videos von ARTE
Die Tagebücher von Adam und Eva
Heisser, kälter, chaotischer: Die Welt am Kipppunkt
Wieso greift die Ukraine ihr eigenes Gebiet an?
Der Taylor-Swift-Effekt
Pop-Ikone und politische Hoffnungsträgerin
Mit offenen Karten - Im Fokus
Erdbeben in Venezuela: ein geschundenes Land
Kraftklub
Southside Festival 2026
Macht uns KI dumm ?
Offene Ideen mit Anne Alombert
- Nur noch 4 Tage online
Blindgänger
Twist
Wanderlust - Der Weg zum Glück?
ARTE Journal - 28/06/2026
Iran/USA: Konflikt verschärft sich
NotInitialized