Re: Netflix-Touristen stürmen die Alpen
31 Min.
Verfügbar bis zum 29/07/2026
Sendung vom 11/12/2024
Als 2019 ein koreanisches Filmteam am Brienzersee eine Klavierszene auf einem Steg drehte, ahnten die Menschen im beschaulichen Fischer-Bergdorf Iseltwald noch nichts von ihrem Unglück. Doch seitdem die romantische Klavier-Szene bei Netflix weltberühmt wurde, wird Iseltwald von Touristen aus aller Welt überrannt.
Für Mike Lagrisola erfüllt sich ein Traum, als er vor dem Steg im schweizerischen Iseltwald Schlange steht. Er ist Fan der Netflix-Serie „Crash Landing On You“ (2019-2020), die im Berner Oberland gedreht wurde und jetzt für einen Ansturm meist asiatischstämmiger Touristen sorgt. Eine romantische Klavier-Szene am Steg in der Serie des Streaming-Anbieters war der Auslöser, weswegen seit Ende der Pandemie das Dörfchen Iseltwald von Touristen aus aller Welt überrannt wird.
Anwohner sind wütend, weil die Kurzzeit-Besucher „für ein Foto auf Instagram herkommen und nichts als Müll hinterlassen.“ Daher hat die Gemeinde ein Drehkreuz vorm Steg angebracht, wo Touristen nun fünf Franken Eintritt zahlen müssen.
Die Wut auf den „globalen Kurzzeittourismus“ wächst in der Schweiz – auch im idyllischen Lauterbrunnen. Die Dorfstraße ist oft überfüllt, weil tausende Menschen pro Tag für nur wenige Minuten ein Foto vor dem malerischen Wasserfall schießen wollen. Nicht selten dringen Touristen in Privathäuser ein – auf der Suche nach einer Toilette. Außerdem machen manche Fotos auf und von den Gräbern des Friedhofs. Der Kulturunterschied zwischen den Alpenbewohnern und den Besuchern sorgt für Reibung.
Die Reportage begleitet Mike Lagrisola mit seiner Familie auf einer geführten Tour auf den Spuren der Netflix-Serie und zeigt die zunehmenden Spannungen in der Schweiz, wo die Rekord-Besucherzahlen die Gemüter spalten.
Anwohner sind wütend, weil die Kurzzeit-Besucher „für ein Foto auf Instagram herkommen und nichts als Müll hinterlassen.“ Daher hat die Gemeinde ein Drehkreuz vorm Steg angebracht, wo Touristen nun fünf Franken Eintritt zahlen müssen.
Die Wut auf den „globalen Kurzzeittourismus“ wächst in der Schweiz – auch im idyllischen Lauterbrunnen. Die Dorfstraße ist oft überfüllt, weil tausende Menschen pro Tag für nur wenige Minuten ein Foto vor dem malerischen Wasserfall schießen wollen. Nicht selten dringen Touristen in Privathäuser ein – auf der Suche nach einer Toilette. Außerdem machen manche Fotos auf und von den Gräbern des Friedhofs. Der Kulturunterschied zwischen den Alpenbewohnern und den Besuchern sorgt für Reibung.
Die Reportage begleitet Mike Lagrisola mit seiner Familie auf einer geführten Tour auf den Spuren der Netflix-Serie und zeigt die zunehmenden Spannungen in der Schweiz, wo die Rekord-Besucherzahlen die Gemüter spalten.
Land
Deutschland
Jahr
2024
Herkunft
SWR
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