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DR Kongo: Poetry-Slam gegen Krieg
ARTE Reportage25 Min.
Verfügbar bis zum 08/12/2027
Sendung vom 31/01/2025
Im Osten der Demokratischen Republik Kongo herrschen seit 30 Jahren blutige Konflikte um die Bodenschätze. Viele junge Leute, die nur Gewalt, Korruption und Ungerechtigkeit kennen, greifen zu den Waffen, andere lieber zur Poesie: In Goma, der Hauptstadt von Nord-Kivu, gründeten sie vor 6 Jahren die Goma Slam Session.
Das Land ist reich an Gold, Diamanten, Colbat, Coltan. Alle diese Schätze wecken die Begehrlichkeiten der Nachbarländer und ziehen damit Kriege an. In der Region Nord-Kivu ist die Vergewaltigung durch die Milizen noch immer eine Kriegswaffe. Denis Mukwege, der kongolesische Gynäkologe, der 2018 den Friedensnobelpreis für seine Hilfe für vergewaltigte Frauen erhielt, ist für die jungen Poeten in der DR Kongo eine ihrer Inspirationsquellen.
Esther Abumba, 22 Jahre, ist eine der ersten Slam-Künstlerinnen des Landes. Sie nutzt den Slam, die freie Poesie vor Publikum, als eine Art therapeutisches Instrument. In ihren Texten spricht sie über den Konflikt vor den Toren der Stadt zwischen der kongolesischen Armee und der bewaffneten Miliz M23, die vom Nachbarland Ruanda unterstützt wird. Und natürlich redet Ester auch über die Lage der Frauen.
Ihre Poesie soll vor allem auch der neuen Generation Hoffnung einflößen. Sie und die anderen Slammer der Goma Slam Session wechseln sich jede Woche ehrenamtlich ab, um in den Schulen von Goma Jugendliche in die Kunst des Poetry Slams einzuführen. Sie haben bereits 1.000 Schülerinnen und Schüler darin ausgebildet.
Regie
Marion Touboul
Autor:in
Marion Touboul
Kamera
Johann Prod’homme
Schnitt
Alexandra Kogan
Produktion
Memento
Produzent/-in
Thierry Marro
Land
Frankreich
Jahr
2025
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