Re: Zwischen Front und Frieden - Heilung in den Karpaten
Re: Europas Abwehrkampf gegen das Kokain
Re: Europas Lithiumhunger, wer zahlt den Preis?
Re: Das gefährlichste Pferderennen des Kontinents
Re: Rausschmeißer gegen Hausbesetzer in Spanien
Re: Ungarns Hetze gegen Anti-Faschisten
Re: Bosniens Bauern und der Kohle-Clan
Re: Ungarn: Ein Gymnasium für Roma
30 Min.
Verfügbar bis zum 24/03/2028
Sendung vom 15/12/2025
Roma haben in Ungarn einen schwierigen Stand: 40 Prozent von ihnen leben unterhalb der Armutsschwelle, meist abseits der Innenstädte. Dies wirkt sich sehr stark auf ihre Ausbildung aus: 99 Prozent der jungen Roma besuchen nie eine Universität. Angesichts der Situation wirkt das Ambedkar-Gymnasium wie ein Hort des Widerstands, denn hier werden ausschließlich Roma unterrichtet.
Rund 800.000 Roma leben derzeit in Ungarn. Obwohl sie sich bereits vor mehr als 500 Jahren ansiedelten, ist ihr Stand weiterhin schwierig - 40 Prozent von ihnen leben unterhalb der Armutsgrenze, die meisten abseits der Innenstädte. Das Ambedkar-Gymnasium befindet sich in Miskolc, der viertgrößten Stadt des Landes, und zeichnet sich durch eine besondere Eigenschaft aus: Es bietet ausschließlich jungen Roma zwischen 14 und 18 Jahren eine zweite Bildungschance. Eine von ihnen ist die 18-jährige Mutter Stefania Vadász. Wie andere Jugendliche aus ihrer Community hätte auch sie beinahe keinen Schulabschluss gemacht. Doch diese Institution – in Ungarn die einzige ihrer Art – eröffnete ihr neue Perspektiven: Hier kann sie gemeinsam mit ihrem viermonatigen Kind am Unterricht teilnehmen.
Am Anfang dieser hoffnungsvollen Geschichte steht der Schuldirektor Tibor Derdák, der die Einrichtung gründete. Ende der 80er Jahre sah er zum ersten Mal die Wellblechsiedlungen der ungarischen Roma. Diese Erfahrung markierte den Beginn seines Kampfes für Chancengleichheit. Für ihn ist es „unmöglich, ein Kind abzulehnen“. Damit die Gymnasiasten begreifen, dass ihr Leben nicht zwangsläufig in Armut enden muss, werden regelmäßig erfolgreiche Roma eingeladen. Imola Málek ist das Sprachrohr einer neuen Generation von Frauen: Sie hat ihr Studium an einer ungarischen Universität abgeschlossen. Ihre Geschichte ist für die Jugendlichen, denen allzu lange keine Beachtung geschenkt wurde, ein wahrer Grund zur Hoffnung.
Land
Frankreich
Jahr
2025
Herkunft
ARTE F
Re: Belgiens Mikrobrauer mit Herz und vollem Risiko
Re: Ungarn: Ein Gymnasium für Roma
Re: Letzte Reise nach Belgien, zur Sterbehilfe
Re: Kinder, Küche, Haushalt ... macht Papa!
Re: Das ewige Pendeln des EU-Parlaments
Re: Wenn das Geld für Tampons und Binden fehlt
Re: Der Lehrer, der Genies macht
Re: Malta - Wüste oder Wasserlabor der Zukunft?
Re: Georgiens Kinder, für tot erklärt und dann verkauft
Re: Die Retter von Rumäniens Lost Places
Re: Zu viele Wildschweine in Belgien?
Re: Bombenalarm auf der Bühne
Die Oper in Lwiw trotzt dem Krieg
Re: Kiruna, eine Stadt zieht um
Re: Rumäniens Psychiatrie der Hoffnung
Re: Lettland rüstet sich gegen Putin
Re: Rettet alkoholfreier Wein die Winzer?
Re: Aufstand der Orcas?
Re: Junge Frauen und der harte Weg aus der Armut
Re: Das Austernwunder von Portugal
Re: Cosplay - Das Spiel mit einer anderen Identität
Auch interessant für Sie
- Nur noch 3 Tage online
Twist
Roma, zwischen Stolz und Vorurteil
Mit offenen Daten
Vom Klempner zum Oligarchen - Die Geschichte eines ungarischen Wunders
ARTE Europa Weekly
Wahlen in Ungarn: Wendepunkt für die EU?
Karambolage
Was mir fehlt zu Ostern
Kuba: Insel unter Schock
ARTE Reportage
Ukraine: Tschernobyl im Krieg
ARTE Reportage
Re: Eine Pizzeria, die Autisten Selbstständigkeit gibt
Argentinien: Rettet den Kondor
Chile: Dürre wegen Datacenter
Die meistgesehenen Videos von ARTE
Kuba: Insel unter Schock
ARTE Reportage
Klandestin
Emilie Schindler - Die vergessene Heldin
Twist
Liebe heute: Wie klappt das?
Pussy, Pleasure, Power!
Die weibliche Lust in der Popkultur
Karambolage
Der Reaktorunfall von Tschernobyl
ARTE Journal (27/04/2026)
Russland und Iran / Militärausgaben auf Rekordhoch
Ukraine: Tschernobyl im Krieg
ARTE Reportage
John Williams: Schindlers Liste
Auditorium von Radio France
Taxi Teheran