Brasilien: Mütter gegen Polizeigewalt

ARTE Reportage

26 Min.

Verfügbar bis zum 12/03/2029

Sendung vom 14/04/2026

In ganz Brasilien sterben jedes Jahr 6000 Menschen bei Polizeieinsätzen, meistens trifft es junge schwarze Männer aus den Armenvierteln. Kriminelle Banden kontrollieren fast ein Drittel der Stadt Rio de Janeiro. Die Polizei patrouilliert dort nur in militärischer Formation, dabei sterben in Rio de Janeiro jährlich zwischen 700 und 900 Menschen.
Diese Todesfälle werden fast immer mit der notwendigen Selbstverteidigung der Einsatzkräfte begründet, doch NGOs prangern eine exzessive Gewaltanwendung der Polizisten an und werfen ihnen sogar Hinrichtungen auf offener Straße vor. Brasilien wurde dafür mehrfach vom Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt. Die staatliche Gewalt trifft die Familien schwer, die oftmals ohne Unterstützung mit der Trauer und den sozialen Folgen zurückgelassen werden. Am 6. Mai 2021 wurden bei einem Einsatz in Jacarezinho 27 Menschen getötet, das war für viele ein großer Schock. Mütter, Anwälte und Aktivisten gründeten daraufhin die NGO RAAVE, um die Opfer der Polizeigewalt zu begleiten. Fatima Pinho, die Gründerin des Netzwerks, setzt sich dafür ein, gegen die augenscheinliche Straflosigkeit der Täter in Uniform vorzugehen, denn in 9 von 10 angezeigten Fällen werden die Verfahren gegen Polizisten eingestellt.

Regie

Agnes Nabat

Kamera

Pierre Chabert, Agnès Nabat

Musik

Pierre Cornil, Alexis Troubetzkoy

Schnitt

Mehdi Rondeleux, Léo Hervé

Produktion

Monolithe

Produzent/-in

Pierre Chabert, Arthur Rayssiguier

Journalist

Ingrid Piponiot, Laetitia Rossi

Übersetzung

Patricia Trautmann, Mário Caméra

Land

Frankreich

Jahr

2026

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