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Rage Rap - Wütende Musik heute wichtiger denn je

18 Min.

Verfügbar bis zum 21/04/2031

Während die Welt von Krise zu Krise taumelt und die Ungerechtigkeiten zunehmen, steigt die Wut - auch im Rap. Historisch schon immer ein Genre, dass Ungerechtigkeiten anprangerte, nutzen Artists ihre Wut auch heute noch, um ihren Unmut kundzutun. Tracks trifft Denzel Curry, Ho99o9, La Gale und Audio88 & Yassin, um mit ihnen über die Macht der Wut zu sprechen.

Ob mit klassischen Boombap-Beats oder im Crossovergewand  – Rap kotzt sich aus beim Anblick der Gegenwart und ihrer Konflikte. Dabei sind viele dieser Konflikte schon uralt, erleben aber heutzutage wieder eine Renaissance, die viele wütend macht. Zum Beispiel die Hardcorerapper theOMG und Yeti Bones aus den USA, die als Ho99o9 die Bühnen entern und mit Hilfe von Metal- und Industrialsounds ihren wütenden Rap ins Publikum schreien.
Auch La Gale aus der französischsprachigen Schweiz hat genug. Seit zwanzig Jahren rappt sie gegen die unfairen Folgen des kapitalistischen Systems und gegen die kriegerische Gewalt im Libanon, dem Land ihrer Vorfahren. Und sie zeigt uns wie die Ungerechtigkeit auch in der reichen Schweiz immer sichtbarer wird.
Denzel Curry kommt aus dem sonnigen Florida, aber in seinen Texten berichtet er immer wieder von den Dingen und Menschen, die im Schatten existieren. Der weltweit bekannte Rapper sieht sich in bester Raptradition als Berichterstatter, dessen was passiert. Und in den USA von heute gibt ihm dies jede Menge Grund für Wut und Empörung.
Auch in Deutschland gibt es genug Anlässe wütend zu sein. Das beweisen Audio88 & Yassin gerade auf ihrem mittlerweile siebten gemeinsamen Album. Konnten sie die Zustände zu Beginn noch mit Zynismus ertragen, ist ihre Wut spätestens seit der Coronapandemie und den damit einhergehenden gesellschaftlichen und politischen Verwerfungen unüberhörbar.
Ob in Europa oder den USA, Rapper und Rapperinnen haben die Schnauze voll und nutzen die Stärken des Rap, um ihre Wut lautstark und eindrucksvoll zu formulieren.

Regie

n.n.

Produktion

Signed Media

Land

Deutschland

Jahr

2026

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