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Ein Philosoph mit Einfluss: Edgar Morin
54 Min.
Verfügbar bis zum 29/11/2026
Universalgelehrter und Hedonist mit Leib und Seele – der Philosoph Edgar Morin ist am 29. Mai 2026 verstorben. Er verbrachte sein hundertjähriges Leben damit, über den Platz des Menschen auf der Erde nachzudenken. Anhand seiner lyrischen, politischen und anthropologischen Werke, seiner Erinnerungen und der Kommentare von Wegbegleitern, Freunden und Kritikern zeichnet die Dokumentation Morins Leben nach.
In den Augen seines Freundes Régis Debray war Morin allerdings nicht nur ein großer Denker, sondern auch ein Mensch, der das Leben liebt. Vielseitiger Gelehrter und Hedonist mit Leib und Seele: Morin schöpfte aus dem Vollen. Sein philosophisches Werk zählt zu den vollkommensten Theorien des 20. Jahrhunderts, sein Œuvre spricht für sich: über hundert soziologische, philosophische, poetische, filmwissenschaftliche, politische und anthropologische Schriften. Edgar Morin erschuf einen "Werkzeugkasten", der es ermöglicht, die Komplexität der Welt zu erfassen, forderte die Menschheit gleichzeitig aber auch auf, auf den rechten Weg zurückfinden angesichts eines Planeten, der mehr und mehr ums Überleben ringt.
Morin war nicht nur Widerstandskämpfer, Mitglied der Kommunistischen Partei und ist emeritierter Forschungsdirektor am CNRS, sondern auch treuer Weggefährte vieler Intellektueller seiner Zeit, von Marguerite Duras über François Mitterrand bis hin zu Régis Debray. Das bevorzugte Forschungsgebiet dieses Visionärs und Nonkonformisten war die Zeit des Wirtschaftswunders, und sein Lebenshunger gekoppelt mit einem scharfen analytischen Verstand machten ihn zu einer Art Ethnologen des modernen Menschen.
Regie
Jean-Michel Djian
Land
Frankreich
Jahr
2020
Herkunft
ARTE F
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